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In der vorliegenden Rubrik stelle ich in unregelmäßigen Abständen meine Erfahrungen als Rechtsübersetzer, sowie sprachliche Fallen und Vergleiche sowie sonstige interessante Aspekte meines Berufs ein. Falls es die Zeit erlaubt, werde ich meine eingestellten Artikel mindestens zweisprachig übersetzen. Diese Rubrik richtet sich an alle, die sich für die oft komplizierte Rechtssprache interessieren, aber auch an solche Leserinnen und Leser, die mehr über die Arbeit eines juristischen Übersetzers mit juristischer Ausbildung erfahren möchten. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Agir en bon père de famille / Unter Beachtung der Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten handeln

 

 

Avant de traduire un terme ou une expression juridique, le traducteur doit connaître la signification du terme ou de l'expression à traduire dans le contexte donné.

 

 

Un bon exemple est l'expression "agir en bon père de famille".

 

 

L'expression "agir en bon père de famille, mentionnée dans l'article <metricconverterproductid627 Cw:ston>627 C. civ., et venant du latin "bonus pater familias" , décrit une sorte de personne "abstraite" à laquelle on fait appel pour juger certains comportement en droit civil et établir, le cas échéant, la responsabilité. "Agir en bon père de famille" veut dire : traiter une chose (p. ex. un immeuble loué dans le cadre d'un bail) comme si elle était à la personne concernée (en l'espèce au locataire). Dans le cas d'un comportement contraire à celui d'un "bon père de famille", le co-contractant (p. ex. le bailleur) peut demander des dommages-intérêts.

 

 

Comment alors traduire cette expression ?

 

 

Une traduction littérale ("als guter Familienvater handeln") ne serait pas compréhensible pour le lecteur allemand dans un contexte en dehors de la famille. Le traducteur doit alors trouver une expression qui s'approche en représentant la même idée, la même signification.

 

 

La solution ne se trouve pas dans les dictionnaires spécialisés, mais dans le BGB, le Code civil allemand : Dans ce code très technique et scientifique - contrairement au Code civil français (dans un autre article j'exposerai les différences de style des deux codes) - le § 276 al. 2 définit la négligence (Fahrlässigkeit) :

 

 

"Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt".

 

 

La négligence (Fahrlässigkeit) est définit ici comme le fait de ne pas agir avec toute la conscience exigée par les circonstances. Cependant, cette solution ne correspond pas à 100 % à l'expression "agir en bon père de famille", car elle est plus vaste. Pour cela, il est utile de regarder un peu plus proche les dispositions de cette section du BGB. Et en effet, déjà le paragraphe suivant, § 277 BGB, mentionne la "diligence pratiquée dans les propres affaires" (Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten) qui s'approche beaucoup plus à l'expression "agir en bon père de famille". Car aussi un "bon père de famille" emploie le même degré de diligence tant pour les choses louées que pour ses propres affaires …

 

 

Puisqu'il résulte de l'analyse du contenu des deux expressions qu'elles ont la même signification, une bonne traduction a été trouvé! [Andreas Adam 15.02.2008]

 

  

Der Begriff der "autorisation"im deutschen Recht und seine Übersetzungen

 

Neben förmlichen Unterschieden in der deutsch-französischen Vertragskultur gibt es eine Reihe französischer Begriffe, für die es im deutschen Recht eine Vielzahl möglicher Übersetzungen gibt. Doch diese sind nicht unbedingt synonym zu gebrauchen, sondern scharf voneinander abzugrenzen. Unterbleibt diese Abgrenzung in der Übersetzung, sind Ungenauigkeiten und im schlimmsten Fall Sinnentstellungen die Folge.

Ein Beispiel hierfür ist der französische Begriff "autorisation". Dieser wird zwar oftmals genauer umschrieben, z. B. mit "autorisation préalable", "autorisation ultérieure", oder auch mit "approbation", "agrément" oder "permission", doch grenzt das französische Recht hier weniger ab als das deutsche, und es kommt oftmals zu Überschneidungen.
 
Im Folgenden werden daher die Abgrenzungen des Begriffs "autorisation" und seiner Synonyme im deutschen Recht dargestellt.

 1. Die §§ 182 ff. BGB regeln unter der Überschrift "Einwilligung und Genehmigung" die grundlegenden Begriffsbestimmungen hierfür im Zivilrecht.

 

 Hiernach bestimmt § 182 Abs. 1 BGB:

 

"Hängt die Wirksamkeit eines Vertrages oder eines einseitigen Rechtsgeschäfts, das einem anderen gegenüber vorzunehmen ist, von der Zustimmung eines Dritten ab, so kann die Erteilung sowie die Verweigerung der Zustimmung sowohl dem einen als dem anderen Teil gegenüber erklärt werden."

§ 183 Satz 1 BGB legaldefiniert die vorherige Zustimmung als Einwilligung. In § 184 Abs. 1 BGB findet sich die Legaldefinition für die nachträgliche Zustimmung. Diese wird "Genehmigung" genannt.

 

Schlussfolgernd ist die "Zustimmung" (autorisation) als Oberbegriff für die Begriffe "Einwilligung" (autorisation préalable) und "Genehmigung" (autorisation ultérieure) anzusehen.

 

2. Doch der Begriff "Genehmigung" taucht auch im Verwaltungsrecht auf. Hier ist er ein Unterbegriff der behördlichen Erlaubnis. So kann hier eine (behördliche) Genehmigung aufgrund einer Verbotsnorm mit Erlaubnisvorbehalt erteilt werden (Erlaubnis im engeren Sinne). Sinn und Zweck einer solchen Genehmigung ist nicht, ein bestimmtes Tun zu verhindern, sondern die an eine Erlaubnis gebundene Tätigkeit einer wirksamen, vorherigen Kontrolle durch die Verwaltungsbehörde zu unterwerfen. Ein Beispiel hierfür ist die Baugenehmigung.

 

Ein weiterer Unterfall der behördlichen Erlaubnis liegt bei einer aufgrund eines grundsätzlichen Verbots bewilligten Ausnahme aufgrund einer repressiven Verbotsnorm vor. Hier spricht man von Ausnahmebewilligung, Dispens oder Gestattung.

 

3. Eine Eintragung im Grundbuch erfolgt grundsätzlich nur aufgrund einer Bewilligung desjenigen, dessen Recht von ihr betroffen ist (§ 19 Grundbuchordnung - GBO). Ausnahmen vom Bewilligungsgrundsatz bestehen nur bei Eintragungen von Amts wegen, im Wege der Zwangsvollstreckung oder aufgrund einer einstweiligen Verfügung.

 

Je nach Art der Eintragung unterscheidet man Eintragungs-, Löschungs- und Berichtigungsbewilligung.

 

4. "Befugnis" hingegen ist ein ordnungs- und polizeirechtlicher Begriff. Hierunter versteht man die gesetzliche Bestimmung, die die Ordnungs- bzw. Polizeibehörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben zum Eingriff in die Rechte anderer ermächtigt (ordnungsbehördliche bzw. polizeiliche Maßnahmen).

 

 

 

 

Die oben genannten Beispiele zeigen die Komplexität der rechtlichen Terminologie. Der Übersetzer muss auch hier den Inhalt des (französischen) Originaltextes erfassen, um den richtigen deutschen Begriff zu finden. [Andreas Adam 09.03.2008]

 

 

The challenges in the Anglo-American trial system

 

For a lawyer of the Civil law system it is particulary difficult to understand English Common law terms and to translate them. This is because the Anglo-American Common law system differs in respect of many issues from our Civil law system, though the practical results are often the same.

 

A good example for this are the different challenges in the Common law system. Before a jury has been impaneled, the parties (or their attorneys (<country-regionw:ston>US) or barristers (<country-regionw:ston><placew:ston>UK)) can exercise some so called "challenges". This term has nothing to do with the all-day term "challenge" but means the lawyers' motions at court to decline a juror.

 

One distinguishes different types of challenges:

 

1. The challenge to the array is the party's formal request to dismiss the entire array (or "panel" in British law) because of the jury commissioner's incorrect method of selection. The jury commissioner is a public official responsible for selecing prospective jurors (in British law he is called "summoning officer").

 

2. The challenge for cause is the formal request by a party to a law suit that the judge dismiss a juror for certain specified reasons or causes relating to the juror's ability to be fair at the particular trial. The challenge for cause is unlimited in number.

 

3. The peremptory challenge is the privilege each party has to eliminate prospective jurors from service without giving any reason for the exclusion. It is limited in number. Although peremptory challenges permit to re-introduce bias into the final selection process and is discussed very controversally, they are still permitted in the <country-regionw:ston><placew:ston>US.

 

4. The Batson challenge is a special category of the peremptory challenge with the argument that the other party has exercised the peremptory challenge on the basis of the prospective juror's race and thus should not be permitted. [Andreas Adam 15.01.2008]

 

 

 

 

 

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