Im Folgenden werden daher die Abgrenzungen des Begriffs "autorisation" und seiner Synonyme im deutschen Recht dargestellt.
1. Die §§ 182 ff. BGB regeln unter der Überschrift "Einwilligung und Genehmigung" die grundlegenden Begriffsbestimmungen hierfür im Zivilrecht.
Hiernach bestimmt § 182 Abs. 1 BGB:
"Hängt die Wirksamkeit eines Vertrages oder eines einseitigen Rechtsgeschäfts, das einem anderen gegenüber vorzunehmen ist, von der Zustimmung eines Dritten ab, so kann die Erteilung sowie die Verweigerung der Zustimmung sowohl dem einen als dem anderen Teil gegenüber erklärt werden."
§ 183 Satz 1 BGB legaldefiniert die vorherige Zustimmung als Einwilligung. In § 184 Abs. 1 BGB findet sich die Legaldefinition für die nachträgliche Zustimmung. Diese wird "Genehmigung" genannt.
Schlussfolgernd ist die "Zustimmung" (autorisation) als Oberbegriff für die Begriffe "Einwilligung" (autorisation préalable) und "Genehmigung" (autorisation ultérieure) anzusehen.
2. Doch der Begriff "Genehmigung" taucht auch im Verwaltungsrecht auf. Hier ist er ein Unterbegriff der behördlichen Erlaubnis. So kann hier eine (behördliche) Genehmigung aufgrund einer Verbotsnorm mit Erlaubnisvorbehalt erteilt werden (Erlaubnis im engeren Sinne). Sinn und Zweck einer solchen Genehmigung ist nicht, ein bestimmtes Tun zu verhindern, sondern die an eine Erlaubnis gebundene Tätigkeit einer wirksamen, vorherigen Kontrolle durch die Verwaltungsbehörde zu unterwerfen. Ein Beispiel hierfür ist die Baugenehmigung.
Ein weiterer Unterfall der behördlichen Erlaubnis liegt bei einer aufgrund eines grundsätzlichen Verbots bewilligten Ausnahme aufgrund einer repressiven Verbotsnorm vor. Hier spricht man von Ausnahmebewilligung, Dispens oder Gestattung.
3. Eine Eintragung im Grundbuch erfolgt grundsätzlich nur aufgrund einer Bewilligung desjenigen, dessen Recht von ihr betroffen ist (§ 19 Grundbuchordnung - GBO). Ausnahmen vom Bewilligungsgrundsatz bestehen nur bei Eintragungen von Amts wegen, im Wege der Zwangsvollstreckung oder aufgrund einer einstweiligen Verfügung.
Je nach Art der Eintragung unterscheidet man Eintragungs-, Löschungs- und Berichtigungsbewilligung.
4. "Befugnis" hingegen ist ein ordnungs- und polizeirechtlicher Begriff. Hierunter versteht man die gesetzliche Bestimmung, die die Ordnungs- bzw. Polizeibehörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben zum Eingriff in die Rechte anderer ermächtigt (ordnungsbehördliche bzw. polizeiliche Maßnahmen).
Die oben genannten Beispiele zeigen die Komplexität der rechtlichen Terminologie. Der Übersetzer muss auch hier den Inhalt des (französischen) Originaltextes erfassen, um den richtigen deutschen Begriff zu finden. [Andreas Adam 09.03.2008]
The challenges in the Anglo-American trial system
For a lawyer of the Civil law system it is particulary difficult to understand English Common law terms and to translate them. This is because the Anglo-American Common law system differs in respect of many issues from our Civil law system, though the practical results are often the same.
A good example for this are the different challenges in the Common law system. Before a jury has been impaneled, the parties (or their attorneys (<country-regionw:ston>US) or barristers (<country-regionw:ston><placew:ston>UK)) can exercise some so called "challenges". This term has nothing to do with the all-day term "challenge" but means the lawyers' motions at court to decline a juror.
One distinguishes different types of challenges:
1. The challenge to the array is the party's formal request to dismiss the entire array (or "panel" in British law) because of the jury commissioner's incorrect method of selection. The jury commissioner is a public official responsible for selecing prospective jurors (in British law he is called "summoning officer").
2. The challenge for cause is the formal request by a party to a law suit that the judge dismiss a juror for certain specified reasons or causes relating to the juror's ability to be fair at the particular trial. The challenge for cause is unlimited in number.
3. The peremptory challenge is the privilege each party has to eliminate prospective jurors from service without giving any reason for the exclusion. It is limited in number. Although peremptory challenges permit to re-introduce bias into the final selection process and is discussed very controversally, they are still permitted in the <country-regionw:ston><placew:ston>US.
4. The Batson challenge is a special category of the peremptory challenge with the argument that the other party has exercised the peremptory challenge on the basis of the prospective juror's race and thus should not be permitted. [Andreas Adam 15.01.2008]